Ich kam morgends mit Notarzt/Feuerwehr, daher prompte Aufnahme und Röntgen-Aufnahme, dann lag ich mit gebrochenem Becken bis zum Abend dort. Den Pflegekräften gelang es 4x nicht, einen Kathether zu legen. Trotz EZ Versicherung kam ich spät in ein Zimmer mit einer sehr kranken Frau, die mein vollstes Mitleid hatte. Die Pflegekräfte waren sehr unterschiedlich - von sehr tüchtig und empathisch bis neutral und unverzeihlich mürrisch. Kommunikation untereinander zwischen Pflegekräften und Ärten ist unzureichend.. Alle scheinen in ihrer eigenen Welt zu arbeiten. Am schlimmsten war es für meine Nachbarin, wo wechselnde Anästhesisten Schmerzbehandlungen nach Schema durchführten, ohne zu sehen, dass die Patientin dabei zunehmend immobiler und präseptisch wurde. Glücklicherweise war ich nach der OP sofort mobil und konnte mich über Tag mit Laptop im Aufenthaltsraum aufhalten und arbeiten. Das war wirklich Comfort und ich habe mich mit Kaffee und Smoothies über Wasser gehalten. Das Team Physio war Klasse 1.
Eine Sozialarbeiterin kam, um mich für eine Reha-Klinik zu nach Schema F zu gewinnen. Glücklich konnte ich mit meiner privaten Krankenkasse klären, dass ich dazu nicht gezwungen werden kann.
Tag 5 nach OP mit Endoprothese wurde ich entlassen und sah dann auch einmal den Chefarzt.
Meine Fragen, wie man mit der Differenz der Beinlänge bzw. vorbestehenden Defiziten von Knie bzw. Füssen umgehen sollte, blieben offen. Dafür habe ich mich nun mit einer "niedergelassenen Ärztin" ausgetauscht. Die kranke Nachbarpatientin lag dann auf der Intensivstation, ich habe sie zum Abschied besucht, ich hoffe, sie schaft es auch bald, nach Hause zu gehen.
FACIT: 1) Ich bin glücklich, dass ich schnell auf die Beine kam, auch sind diese nun ca. 2 cm verschieden lang.
2) Ich habe selbst verschiedene Abteilungen im In-und Ausland als Ärztin geleitet. Deshalb kann ich nur dazu raten, die gemeinsamen Werte Ihrer Einrichtung als Basis zu benutzen, um effizienter teamgerecht untereinander und mit Patienten zu kommunizieren.
3) Die Unterschiede beim Pflegepersonal waren extrem im Hinblick auf Empathie, Erklärung und Einsatz, auf einer Likert Skala von Minus bis Plus Zehn. . Man sollte diese persönlich bewerten lassen und den einsatzfreudigen Menschen mehr Kompetenz (Gehalt?) bzw. die mit "passive aggressive behavior" aus dem Patientenkontakt nehmen. ."Ppassive aggressive behavior" ist wirklich nicht angebracht, auch kann man sich das Personal nicht "backen"